Tierzucht

Als Tierzucht bezeichnet man die Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung und Einhaltung bestimmter genetischer Eigenschaften, die einem vorformulierten Zuchtziel entsprechen. Um eine möglichst gute Gesundheit der Tiere zu gewährleisten, sollten diese vor der Verpaarung gründlich untersucht werden. Je nach Rasse und Zuchtverband sind hier bestimmte Untersuchungen vorgesehen, um an einer offiziellen Zucht teilnehmen zu können.

ED-Röntgenuntersuchung

Die Ellenbogengelenksdysplasie (ED) wird meist erblich hervorgerufen, kann aber auch durch Faktoren wie schnelles Wachstum, Fettleibigkeit oder falsche Fütterung begünstigt werden. Diese Erkrankung kommt häufig bei mittelgroßen bis großen Hunderassen vor. Festgestellt werden kann sie durch eine Röntgenuntersuchung. Für genaue Aufnahmen ist eine Sedierung des Tieres notwendig.

HD-Röntgen

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) wird vererbt und kann bei allen Hunde- und Katzenrassen vorkommen. Zu einer HD kommt es, wenn die Hüftgelenkspfanne und der Gelenkkopf des Oberschenkelknochens nicht exakt zueinander passen. Begünstigt wird dies, wenn die Gelenkskapseln und die Muskeln zu straff oder zu locker sind. Folgen sind immer Arthrosen. Festgestellt werden kann eine HD auch hier durch eine Röntgenuntersuchung in Sedation.

Wann ist eine HD/ED Röntgenuntersuchung sinnvoll?

Eine röntgenologische Untersuchung der Hüfte und des Ellenbogens auf HD und ED ist sinnvoll, wenn Ihr junger oder ausgewachsener Hund z.B. in der Spielstunde nicht gerne spielt, sich oft hinlegt oder sogar eine Lahmheit zeigt. Zusätzlich wünschen einige Zuchtverbände offizielle Röntgenuntersuchungen, die Sie bei uns in der Praxis durchführen lassen können.

Ein offizielles HD oder ED Röntgen findet meistens ab einem Alter von 12 Monaten statt (je nach Zuchtverband). Dafür muss, wie auch bei einer nicht offiziellen Untersuchung, das Tier eine Sedation bekommen und sollte dafür nüchtern sein. Die originale Ahnentafel und, wenn benötigt, spezielle Antragsformulare, müssen von Ihnen mitgebracht werden.

Was muss ich zur Zuchtuntersuchung mitbringen?

Die Ahnentafel Ihres Tieres muss uns im Original vorliegen, sowie die Formblätter des jeweiligen Zuchtverbandes. Ihr Hund muss gechippt sein und sollte nüchtern vorstellig werden, da die Untersuchung zwingend in Narkose erfolgen muss.

Deckzeitpunktbestimmung

Der bestmögliche Zeitpunkt des Deckaktes kann durch zwei verschiedene Untersuchungen festgestellt werden. Zum einen durch den Progesteron Wert, der anhand einer Blutuntersuchung bestimmt wird. Dies erfolgt meist an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen, um den besten Zeitpunkt für den Deckakt herauszufinden. Zum anderen kann ein Abstrich der Vaginalschleimhaut genommen werden. Dieser wird zur Untersuchung präpariert und anschließend unter dem Mikroskop ausgewertet. Anhand der Zelltypen kann der Zyklusstand ermittelt werden.

Besamung

Falls Probleme beim Paaren auftreten sollten, besteht die Möglichkeit der künstlichen Besamung. Hierbei wird der Rüde manuell abgesamt. Die Samenqualität wird unter dem Mikroskop überprüft und bei passender Qualität wird die Hündin manuell besamt. Die Besamung wird meistens 1-2 Mal an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt.

Nach frühestens 23 Tagen kann durch eine Sonografie die Trächtigkeit untersucht werden. Ab dem 40-50 Tag ist eine röntgenologische Untersuchung sinnvoll, um die Anzahl der Welpen zu bestimmen.

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