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Leistungen Tiermedizin

Allgemeinmedizin

Zu unseren allgemeinmedizinischen Leistungen gehören alle wichtigen Vorsorgeuntersuchungen für Ihr Tier wie Impfungen, die Behandlung von Verletzungen, Erbrechen und Durchfall, Fieber und Ohrentzündungen sowie die Parasitologie.

Wir beraten Sie gerne zu Themen wie Ernährung Ihres Tieres oder worauf bei Auslandsaufenthalten zu achten ist. Auch die Früherkennung von Erkrankungen ist besonders wichtig. Darum geben wir Ihnen gerne Tipps, wie Sie selbst Krankheiten bei Ihrem Tier vorbeugen können oder diese frühzeitig erkennen.

Impfungen

Impfungen stellen noch immer einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung teilweise lebensbedrohlicher Krankheiten wie Staupe, Katzenseuche oder Myxomatose dar. Sie bieten Schutz vor Ansteckung und verringern gleichzeitig auch das Ansteckungspotential innerhalb der Tierpopulation. Durch die Entwicklung wirksamer Impfstoffe und ihrer empfohlenen Anwendung, sind die Ausmaße klassischer Infektionskrankheiten für uns kontrollierbar geworden.

Ist eine Impfung denn nötig?

Viele Tierhalter*innen sind heutzutage jedoch aufgrund von immer wieder auftretenden Diskussionen über die Notwenigkeit und Verträglichkeit von Impfungen verunsichert. Diese Tatsache ist durchaus kritisch zu sehen, da es vorkommen kann, dass künftig weniger Halter*innen ihr Tier impfen lassen und Infektionserreger sich ungehindert vermehren können. Eine Impfung schützt Ihr Tier nicht grundsätzlich vor der Ansteckung bestimmter Erkrankungen, aber sie mildert mindestens deutlich die Symptomatik und den Krankheitsverlauf bei einer eventuellen Infektion. Mit der Einhaltung der individuellen Impfempfehlung Ihrer Tierarztpraxis tragen Sie also nicht nur zu einer guten Gesundheit Ihres Tieres bei, sondern schützen damit auch andere.

Die Ständige Impfkommission bewertet regelmäßig den Einsatz von Impfstoffen in der Tiermedizin und spricht Empfehlungen zu ihrer Verwendung aus. Diese können manchmal von den Angaben des jeweiligen Herstellers abweichen. Eine regelrechte Impfpflicht existiert innerhalb Deutschlands für Ihr Tier nicht. Trotzdem ist ein ausreichender Impfschutz für die Gesundheit Ihres Tieres in den allermeisten Fällen anzuraten.

Die individuellen Impfempfehlungen für Ihr Tier werden mit Ihnen ausführlich ab dem ersten Besuch in unserer Praxis besprochen. Sollten Sie die Vermutung haben, dass Ihr Tier die Impfung nicht gut vertragen hat und eventuell Nebenwirkungen zeigt, melden Sie sich bitte in der Tierarztpraxis.

Staupe

Die Staupe (canine distemper) ist eine hochansteckende Viruserkrankung des Hundes. Sie kann aber auch andere Carnivore wie zum Beispiel den Fuchs, Wolf oder das Wiesel betreffen. Vor der Einführung der Impfung gegen die Staupe in den 60er-Jahren war sie die verlustreichste Infektionskrankheit des Hundes.

Infizieren können sich theoretisch Hunde jeden Alters vorrangig über Tröpfcheninfektion durch Sekrete oder Exkrete infizierter Tiere. Es erkranken jedoch überwiegend junge Hunde zwischen 3 und 6 Monaten oder insgesamt immunschwache oder ungeimpfte Tiere.

Hepatitis

Die Hepatitis (hepatitis contagiosa canis) ist eine generalisierte Virusinfektion mit dem caninen Adenovirus 1. Die klassische Form tritt heutzutage zwar nur noch selten auf, jedoch ist das Virus häufig an der Ausbildung einer chronischen Leberentzündung beteiligt. Das canine Adenovirus hat sein Vorkommen weltweit und ist gegenüber der Umwelt sehr resistent.

Eine Infektion erfolgt vor allem durch die direkte Aufnahme von Urin oder auch durch Urin verunreinigtes Futter oder Wasser über den Nasen- und Rachenraum. Eine Erkrankung mit dem Virus ist gerade bei jungen und ungeimpften Hunden zu beobachten.

Parvovirose

Die Parvovirose ist eine hochansteckende, weltweit verbreitete Viruserkrankung, welche durch das canine Parvovirus hervorgerufen wird. Eine Ansteckung findet vorwiegend über die Aufnahme von infiziertem Kot oder durch verunreinigtes Futter statt.

Das sehr widerstandsfähige Virus ist besonders für junge, ungeimpfte Hunde eine große und oft tödliche Gefahr und gehört daher zu einer der wichtigsten Impfungen des Hundes im Welpenalter.

Leptospirose

Die Leptospirose ist eine bakterielle Erkrankung, die durch eine Infektion verschiedener Formen auftreten kann. Da der Erreger sich besonders gerne im warmen und feuchten Klima vermehrt, ist er häufig im Mittelmeerraum und anderen feuchtwarmen Klimazonen anzutreffen, jedoch zunehmend auch in unserer Region in den Sommermonaten nachzuweisen.

Primäre Wirte sind oft wildlebende Nagetiere, die im direkten oder indirekten Kontakt (kontaminierte Gegenstände, Wasser oder Futter) Überträger sein können. Die Hauptinfektionsquelle stellt jedoch infektiöser Urin dar. Bei Tieren ohne ausreichende Antikörper können sich die Bakterien vermehren und zum Ausbruch der Krankheit führen.

Je nach Ausmaß und vorhandenem Immunsystem kann sich die Leptospirose mit unterschiedlichem Verlauf und verschiedener Symptomatik zeigen. Hier kann ein langsamer, chronischer Verlauf mit Leber- oder Nierenentzündungen, bis hin zum plötzlichen Verlauf mit tödlichen Organschäden beobachtet werden.

Zwingerhustenkomplex

Der sogenannte Zwingerhusten bezeichnet eine hochansteckende Erkrankung der oberen Atemwege. An diesem Krankheitskomplex können Viren sowie auch Bakterien beteiligt sein. Eine Infektion mit beteiligten Viren ermöglicht den Bakterien, sich schließlich zu vermehren und für den Körper schädlich zu werden. Der Name „Zwingerhusten“ lässt sich dadurch ableiten, dass oft Hunde erkranken, die vermehrt Kontakt zu anderen Hunden aufweisen, wie beispielsweise im Tierheim, der Tierpension oder im Zuchtbetrieb.

Ähnlich wie die menschliche Grippe, wird der Zwingerhusten über die Luft oder Tröpfcheninfektion übertragen.

Die typische Symptomatik ist (trockener) Husten, welcher aber nicht ständig auftreten muss, sondern lediglich unter Belastung auftreten kann oder sich eher wie ein Würgen äußert. Bei manchen Hunden erweitert sich der Zwingerhusten auf den Rachenraum und sorgt eventuell für Inappetenz. Weiter können auch Fieber und schwere Entzündungen der Bronchien die Folge einer Zwingerhustenerkrankung sein.

Tollwut

Tollwut ist eine anzeigepflichtige Krankheit, die durch Rhabdoviren auf Menschen und Tiere übertragen werden kann. In unseren Breiten stellt der Fuchs die häufigste Infektionsquelle dar. Doch auch infizierte Wild- oder Haustiere wie unsere Hunde oder Katzen können eine Ansteckungsquelle für andere Tiere und den Menschen sein. Das Tollwutvirus wird durch den Biss eines infizierten Tieres übertragen.

Erste Symptome einer Ansteckung können sich in Verhaltensänderungen, wie hochgradigen Angstzuständen und im weiteren Verlauf aggressivem Verhalten, bis hin zu Lähmungserscheinungen zeigen. Ist die Tollwut einmal ausgebrochen, endet sie immer tödlich. Auch wenn Deutschland aktuell als tollwutfrei gilt, ist ein Impfschutz für Ihren Hund sehr wichtig und kann dafür sorgen, dass wir auch weiter tollwutfrei bleiben können.

Borreliose

Die Borreliose ist eine von Vektoren (z.B. Zecken, Läuse) übertragene bakterielle Infektionskrankheit unterschiedlicher Spezies und weltweit verbreitet. Die Zecke selbst infiziert sich meist an Wildtieren und übertragt die Bakterien durch ihren Speichel auf das anschließend gebissene Tier. Da dieser Vorgang der Übertragung mindestens 24 Stunden dauert, stellt eine zügig entfernte Zecke in der Regel für Ihren Hund keine Gefahr da.

Symptome einer Borreliose können 2-5 Monate nach der Infektion oder auch noch später auftreten. Daher ist eine Diagnosestellung oft nicht einfach. Zu möglichen Symptomen zählen nach einer anhaltenden Hautrötung an der Stelle des Einbisses auch Fieber, Appetitlosigkeit oder auch Lahmheiten.

Die Impfung gegen Borreliose macht besonders bei Hunden Sinn, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, wie beispielsweise Jagdhunde oder auch Reitbegleithunde. Die beste Vorbeugung ist jedoch die regelmäßige Anwendung einer wirksamen Zeckenprophylaxe aus der Tierarztpraxis und das tägliche Absammeln vorhandener Zecken nach dem Spaziergang.

Wie oft muss meine Katze geimpft werden?

Für die Katze erfolgt meist eine 2 oder auch 3-fache Grundimmunisierung gegen die Katzenseuche und den wichtigsten Erregers des Katzenschnupfenkomplexes. Die Grundimmunisierung beginnt in der 8. und endet in der 12. bis 16. Lebenswoche. Nach weiteren 12 Monaten ist die Grundimmunisierung dann vollständig abgeschlossen. In der 12. Lebenswoche sollte Ihre Katze ebenfalls gegen Tollwut geimpft werden, sofern sie Freigang genießt. Viele der genannten Viruserkrankungen können für Ihre ungeimpfte Katze sehr gefährlich sein und unter Umständen auch tödlich enden. Daher ist ein ausreichender Impfschutz unbedingt zu empfehlen, um diesen Erkrankungen von Anfang an vorzubeugen. Die Impfintervalle betragen je nach Hersteller für Ihre Katze 1-3 Jahre.

Impfbestimmungen für Auslandsreisen

Im Falle eines geplanten Urlaubes, informieren Sie sich bitte frühzeitig über eventuelle Bestimmungen bezüglich des vorgeschriebenen Impfschutzes des jeweiligen Landes. Für die Einreise in alle EU-Länder benötigen Sie beispielsweise eine gültige Tollwutimpfung, eine Kennzeichnung mit Transponder und einen gültigen EU-Heimtierausweis. Aktuelle Informationen zu den Reisebestimmungen der jeweiligen Länder für Ihre Katze finden Sie auch unter www.petsontour.de.

Was ist ein EU-Heimtierausweis und wann benötige ich ihn?

Seit dem 3. Juli 2004 ist der Halter bei einer Grenzüberschreitung mit seinem Tier dazu verpflichtet, einen EU-Heimtierausweis mit sich zu führen. Diese Bestimmung soll einen aktuell wirksamen Impfschutz gegen Tollwut bei Ihrem Haustier nachweisen, welcher innerhalb der EU vorgeschrieben ist. Desweiteren muss das Tier mit einem Transponderchip gekennzeichnet sein.

Wichtige Impfungen für Katzen

Katzenschnupfen

Der Katzenschnupfen ist eine häufig auftretende Atemwegserkrankung bei Katzen. Da hier mehrere Erreger beteiligt sind, spricht man auch von dem „Katzenschnupfenkomplex“. Die typischen Symptome können aber auch die Augen und die Haut betreffen und sich in unterschiedlicher Ausprägung zeigen: Von einer mild verlaufenden Erkältungssymptomatik bis zu einer tödlichen Lungenentzündung.

Gerade für Kitten, Senioren oder allgemein immungeschwächte Tiere kann eine Erkrankung mit dem Katzenschnupfenkomplex sehr gefährlich verlaufen.

Katzenseuche

Bei der Katzenseuche (Parvovirose) handelt es sich um eine Virusinfektion, die durch das Feline Panleukopenievirus bei der Katze hervorgerufen wird.

Die Übertragung erfolgt über den Kot eines infizierten Tieres, entweder durch direkten Kontakt oder durch kontaminierte Gegenstände oder Futter. Da Parvoviren sehr resistent sind, kann eine Abtötung der Viren nur durch spezielle Desinfektionsmittel erreicht werden.

Erkrankte Katzen können Symptome wie Inappetenz, Apathie, Erbrechen und auch blutigen Durchfall zeigen. Selten gibt es auch Verläufe mit plötzlichen Todesfällen.

Besonders gefährdet, an der Katzenseuche zu erkranken, sind Jungtiere, welche nicht oder nicht ausreichend geimpft sind.

Da es sich bei Katzenschnupfen und Katzenseuche um hochgradig ansteckende Erkrankungen handelt und die Erreger auch durch Menschen über Kleidung und Gegenstände ins Haus gebracht werden können, ist eine Impfung nicht nur bei Katzen mit Freigang anzuraten!

Tollwut

Tollwut ist eine anzeigepflichtige Krankheit, die durch Rhabdoviren auf Menschen und Tiere übertragen werden kann. In unseren Breiten stellt der Fuchs die häufigste Infektionsquelle dar. Doch auch infizierte Wild- oder Haustiere wie unsere Hunde oder Katzen können eine Ansteckungsquelle für andere Tiere und den Menschen sein. Das Tollwutvirus wird durch den Biss eines infizierten Tieres übertragen.

Erste Symptome einer Ansteckung können sich in Verhaltensänderungen, wie hochgradigen Angstzuständen und im weiteren Verlauf aggressivem Verhalten, bis hin zu Lähmungserscheinungen zeigen. Ist die Tollwut einmal ausgebrochen, endet sie immer tödlich. Auch wenn Deutschland aktuell als tollwutfrei gilt, ist ein Impfschutz für Ihre Katze, sofern sie Freigang hat, sehr wichtig und kann dafür sorgen, dass wir auch weiter tollwutfrei bleiben können.

Leukose (Felines Leukämievirus)

Das weltweit verbreitete Feline Leukämievirus (FELV) ist trotz ImpfungImpfung und Forschung weiterhin eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten für die Katze.

Da das Virus in der Umgebung nur sehr kurz überlebensfähig ist, kann es überwiegend nur durch direkten Kontakt zu einem bereits erkrankten Tier übertragen werden. Auch ein Beschnüffeln und die gemeinsame Nutzung von Fress- und Ausscheidungsplätzen reichen hier bereits aus.

Am häufigsten sind aufgeschlossene, junge Katzen in einer größeren Katzenpopulation von einer Infektion betroffen. Mit zunehmendem Alter entwickelt sich glücklicherweise eine gewisse Resistenz in Bezug auf das Virus.

Die Krankheitsbilder können je nach betroffenem Organsystem und eventuell vorhandenem Tumor sehr vielfältig sein. Unabhängig des Krankheitsbildes gibt es für eine FELV-Erkrankung keine Heilungsmöglichkeit und sind lebenslang Infektionsträger.

Trotz der Gefährlichkeit sollte eine ImpfungImpfung gegen FELV nicht ohne Weiteres durchgeführt werden, da sogenannte „Impf-assoziierten Tumore“ an der Injektionsstelle entstehen können. Daher sollte die Notwendigkeit einer FELV-Impfung möglichst immer abgewogen werden und bestenfalls einem vorigen Bluttest folgen, indem untersucht wird, ob die Katze nicht vielleicht bereits infiziert ist.

Bitte lassen Sie sich im Zweifelsfall von der Tierarztpraxis bezüglich der Notwendigkeit einer FELV-Impfung bei Ihrer Katze beraten!

Welche Erkrankungen können für mein Kaninchen gefährlich sein?

Die RHD (Hämorrhagische Kaninchenkrankheit) und die Myxomatose gehören noch immer zu häufigen und gefährlichen Erkrankungen der Kaninchen. Selbst reine Hauskaninchen können unter anderem durch Stechmücken infiziert werden. Da eine Heilung betroffener Tiere kaum möglich ist, bietet eine prophylaktische Impfung den einzig wirksamen Schutz für ein gesundes und langes Kaninchenleben.

Wichtige Heimtierimpfungen

RHD

Die Hämorrhagische Kaninchenkrankheit, abgekürzt RHD, wird durch ein sehr widerstandsfähiges und hochansteckendes Virus verursacht.

Die Übertragung kann im direkten Kontakt mit einem bereits infizierten Tier oder auch über indirekte Übertragungswege wie Insekten, Menschen oder Gegenstände erfolgen.

Seit 2010 gibt es zusätzlich zum klassischen RHD-Virus (RHDV-1) in Europa die Virusvariante RHDV-2. Im Gegensatz zur klassischen RHD-Infektion erkranken hier bereits auch sehr junge Tiere.
Seit kurzem stehen uns hier aber glücklicherweise ebenfalls Impfstoffe zur Verfügung, die das RHDV-2-Virus direkt enthalten und so einen spezifischen Impfschutz bieten.
Beide Virusvarianten können jeweils einen sehr unterschiedlichen Krankheitsverlauf zeigen, welcher von der Aggressivität des Virusstammes und des Immunsystems des Tieres abhängt.
Symptome wie Fieber, Inappetenz, Atemnot, Apathie und auch Blutungen aus dem Maul können auf eine Erkrankung mit RHD hinweisen. Auch plötzliche Todesfälle kurze Zeit nach einer Infektion kommen häufig vor.

Myxomatose

Die Myxomatose ist ein hitzeempfindliches Pockenvirus, das je nach klimatischen Bedingungen und Umgebungsmilieu innerhalb weniger Stunden inaktiv werden oder auch monatelang infektiös bleiben kann.

Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch stechende und blutsaugende Insekten, wodurch die Erkrankung häufig in den Frühjahrs- und Sommermonaten anzutreffen ist. Da das Virus über Nasen-, Augen- und auch Rachensekrete ausgeschieden wird, ist beispielsweise auch eine Ansteckung über kontaminiertes Futter bei dichter Kaninchenpopulation denkbar.

Bei einem akuten Krankheitsverlauf entwickeln sich unter anderem knotige Schwellungen an den Augen, Ohren und am Maul sowie ggf an den Genitalien, begleitet von Fieberschüben. Diese Gewebsschwellungen können sich durch eiterbildende Bakterien infizieren und das Tier weiter schwächen. Atem- und Schluckbeschwerden führen nicht selten zu Inappetenz des Tieres und die Infektion endet meistens tödlich. Bei einem chronischen Krankheitsverlauf bilden sich wesentlich kleinere Knötchen und die Tiere sind bei vergleichsweise gutem Allgemeinbefinden, können aber ein Leben lang eine stetige Ansteckungsquelle für andere Tiere sein.

Wann sollte ich mein Kaninchen impfen lassen?

Die RHD-1 und -2, sowie Myxomatose-Impfung wird ab einem Alter von 5 Wochen empfohlen und jährlich aufgefrischt. Wenden Sie sich für eine ausführliche Beratung bezüglich der Impfintervalle für Ihr Tier gerne an unser Praxisteam!

Empfehlungen zur Seuchenprophylaxe:
  • Isolieren Sie neu zugekaufte Kaninchen mindestens 3 Wochen vom Rest des übrigen Bestandes
  • Vermeiden Sie Zugang Ihres Kaninchenbestandes zu Wildkaninchen
  • Schützen Sie besonders Tiere in Außengehegen vor blutsaugenden Insekten
  • Lassen Sie alle Tiere Ihres Bestandes gegen die oben genannten Kaninchenerkrankungen impfen
  • Reinigen und desinfizieren Sie regelmäßig sämtliche Gegenstände im Gehege
  • Geben Sie kein Grünfutter, welches im Verdacht steht, mit Viren kontaminiert zu sein

Bei Verdacht einer Myxomatose- oder RHD-Erkrankung nehmen Sie erkrankte oder tote Tiere unverzüglich aus dem Bestand und desinfizieren Sie möglichst die Umgebung und eventuell kontaminierte Gegenstände. Bitte kontaktieren Sie anschließend die Tierarztpraxis für eine Notimpfung der noch gesund erscheinenden Tiere!

Vorsorge ist die beste Medizin

Die beste Gesundheitsvorsorge für Ihr Tier ist nach wie vor ein regelmäßiger Besuch bei Ihrem Haustierarzt. Neben einer gründlichen Allgemeinuntersuchung kann es auch sinnvoll sein, eventuell beobachtete Veränderungen im Verhalten Ihres Lieblings zu besprechen. In der Allgemeinuntersuchung können beispielsweise Zahnprobleme oder auch Parasitenbefall erkannt werden, bevor Sie bei Ihrem Tier deutliche Symptome sehen.

Im Zuge der Vorsorgeuntersuchung kann die Praxis Sie zudem auch über nötige Impfungen und Parasitenprophylaxe (Endo- und Ektoparasiten) individuell beraten und allgemeine Fragen klären. Auch die Krallenpflege kann von Ihrem Tierarzt übernommen werden. Es ist also immer sinnvoll, nicht erst mit dem nächsten Tierarztbesuch zu warten, bis es Ihrem Tier schlecht geht.

In der Regel findet die Vorsorgeuntersuchung im Zuge der jährlichen Impfung statt, da hier eine vorherige gründliche Untersuchung des Tieres unabdingbar ist.

Fit und munter in jedem Alter

Natürlich möchten wir Sie und Ihr Tier von Anfang an gut betreut wissen. Von der Erstvorstellung des Welpen über jährliche Impfungen, bis hin ins hohe Seniorenalter, stehen wir Ihnen und Ihrem Tier zur Seite. Gerade im höheren Alter können so mögliche Krankheiten frühzeitig erkannt werden.

Der Welpe sollte im Alter von 2-3 Wochen erstmalig entwurmt und auf seinen Gesundheitszustand überprüft werden. Wenn er ansonsten fit und munter erscheint, sollten Sie Ihren Welpen dann mit 8 Wochen zur ersten Impfung in der Praxis vorstellen. Nach der erfolgten Grundimmunisierung ist eine jährliche Allgemeinuntersuchung (zum Bespiel auch im Zuge der Impfung) anzuraten, unabhängig davon, ob das Tier gesundheitliche Symptome zeigt.

Ab einem Alter von 7-8 Jahren empfehlen wir im Zuge des jährlichen bis halbjährlichen Allgemeinchecks auch eine Blutuntersuchung vorzunehmen. Bei dieser können wichtige Organ- sowie Entzündungswerte kontrolliert werden, welche eventuell Hinweise auf eine Erkrankung geben können. Neben den Leber- und Nierenwerten, spielt auch die Funktion der Schilddrüse oft eine wichtige Rolle.

Gegebenenfalls kann eine Urinuntersuchung sich ebenfalls als nötig erweisen. Auch zu einer Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung kann Ihnen aufgrund bestimmter Faktoren geraten werden.

Zusammengefasst kann empfohlen werden, in jeder Lebensphase lieber einmal mehr mit Ihrem Tier die Tierarztpraxis aufzusuchen, als wohlmöglich wichtige Hinweise auf eine mögliche Erkrankung verpasst zu haben.